Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung: Heilpädagogik

im Fachbereich Gesundheit und Soziales

Staatlich anerkannte*r Heilpädagog*in

Ihr Ziel

  • Berufsausbildung als staatlich anerkannte*r Heilpädagog*in

Die nächste Ausbildung beginnt am Mi, 18.8.2021!

Berufsbild & Tätigkeitsfelder

Heilpädagogik ist eine wissenschaftliche Disziplin der Pädagogik. Sie beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Menschen, deren Entwicklung und Lebensgestaltung unter erschwerten Bedingungen verläuft.
HeilpädagogInnen begleiten, bilden, erziehen, assistieren  oder fördern Menschen jeder Altersstufe, die „behindert“ oder „von Behinderung bedroht“ sind, z. B. Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen, Heranwachsende mit Verhaltensauffälligkeiten, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Lern- und kognitiven Beeinträchtigungen, mit komplexen Behinderungen oder mit Altersdemenz.
Heilpädagogisches Handeln geht von den individuellen Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten der Betroffenen in ihren sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Bezugssystemen aus. Orientiert an den Prinzipien der Normalisierung und Inklusion, der Selbstbefähigung und Selbstbestimmung, der ethischen und rechtlichen Gleichstellung aller Menschen zielt heilpädagogisches Handeln nicht primär auf die Behebung von Defiziten, sondern auf eine ganzheitliche, ressourcenorientierte und dialogische Begleitung im Kontext der individuellen Lebenswelt.
Heilpädagogisches Handeln bezieht sich ebenso auf die sozialen und professionellen Strukturen und Netzwerke.
Der Mensch wird als gleichberechtigte und einzigartige Persönlichkeit akzeptiert. Dem heilpädagogischen Handeln liegt ein Menschenbild zugrunde, welches die unauflösliche Einheit körperlicher, geistiger, seelischer und sozialer Dimensionen betont.

Tätigkeitsfelder:
  • Frühförderung entwicklungsverzögerter und entwicklungsgefährdeter Kinder
  • Heilpädagogische Familienhilfe
  • Heilpädagogische Tagesstätten, Heime und Kindergärten
  • Integrative Einrichtungen
  • Werkstätten und Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Kliniken
  • Erziehungsberatungsstellen und andere Beratungsdienste
  • ...

 

Ziele und Anlage der Ausbildung

Da sich die Ausbildung an berufs- und lebenserfahrene Erwachsene wendet, sind die biografischen und beruflichen (Vor-)Erfahrungen, Theorien, Überzeugungen, aber auch die individuellen Interessen und Kompetenzen der Studierenden Ausgangspunkt allen Lernens.
Die Ausbildung ermöglicht den Studierenden, ihre professionelle Haltung, ihr Können und Wissen in Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Theorien, Methoden und Erkenntnissen zu reflektieren und zu erweitern.
Die Heilpädagogik als Wissenschaft ist zwischen Allgemeiner Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Anthropologie (Ethik), Medizin/Psychiatrie und Recht angesiedelt.
Die Ausbildung zielt darauf ab, ein eigenes theorie-gestütztes, umfassendes heilpädagogisches Konzept für die konkrete Arbeit und Beziehung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf dem Hintergrund biografischer, sozialer und gesellschaftlicher Bedingungen (weiter) zu entwickeln und fortlaufend zu reflektieren.
Als besonderes Profil des Bildungsgangs ist die Person-zentrierung in Theorie und Praxis, in der Haltung der Lehrenden und in der Anlage der Ausbildung hervor-zuheben. So gehören Rogers personzentrierter Ansatz, personzentrierte Gesprächs- und Spieltherapie, Empowerment- und Recovery-Ansätze, aber auch Bindungstheorien und Systemischer Ansatz zu den basalen Inhalten.

Unterricht

Die Inhalte der Unterrichtsfächer werden auf berufliche Lernfelder, geeignete Lernsituationen und vor allem auf die erfahrene berufliche Praxis bezogen. Der Theorie-Praxis-Bezug wird durch die theoriegestützte Analyse und Reflexion des ausbildungsbegleitenden wöchentlichen Praktikums in besonderer Weise gewährleistet (4 Unterrichtstage, 1 Praxistag).

Sogenannte „Selbstlernphasen“ und Projektarbeit sind in den Unterrichtsplan eingearbeitet.

Der Bildungsgang ermöglicht nach der Fachschule einen verkürzten Bachelor-Studiengang an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld.

Unterrichtsfächer

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich:

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Medizinische Grundlagen

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:

  • Theoretische Grundlagen der Heilpädagogik und ihre Didaktik/Methodik
  • Theologisch/anthropologisch/ethische Grundlagen
  • Methoden in der Heilpädagogik in den Bereichen
    • musisch-kreative Verfahren
    • bewegungsorientierte Verfahren
    • körperorientierte Verfahren
    • Beratungsverfahren
    • psychotherapeutisch orientierte Verfahren
    • Projektarbeit
  • Praxis mit schulischer Begleitung

Organisation

Dauer der Ausbildung: 1,5 Jahre (1.800 Unterrichtsstunden)

  • 4 Schultage (inkl. Studientage)
  • integriertes Praktikum

Kosten & Förderung

Kosten:
Es besteht Schulgeldfreiheit.
-    Eigenanteil an Büchern ca. 75 €,
-    Unterrichtsmaterialien ca. 100 €,
-    Studien-Klassenfahrt ca. 100 €.

Förderung:
-    nach BAföG bis zum 30. Lebensjahr
-    nach AFGB (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, sogenanntes Meister-BAföG)

 

Aufnahmevoraussetzungen

  • die staatliche Anerkennung als Erzieher /Erzieherin bzw. Heilerziehungspfleger / Heilerziehungs-pflegerin oder eine gleichwertige 3-jährige pädagogische /pflegerische Qualifikation (z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Kinderkrankenpfleger/in und Altenpfleger/in)
  • der Nachweis einer mindestens einjährigen einschlägigen hauptberuflichen Tätigkeit als Fachkraft (nach dem Berufsabschluss)

In einem Gespräch können die Zugangsvoraussetzungen gegebenenfalls individuell abgeklärt werden.

NEU: Erzieher/innen und Heilerziehungspfleger/innen können direkt nach ihrem BPJ aufgenommen werden

 

 

hilfreiche Dokumente

Frau Große Scharmann

Berufsfachschulen (B3) - Kinderpfleger*in, Sozialassistent*in
Fachschule für Sozialwesen (E) - Heilpädagog*in, Heilerziehungspfleger*in

Sprechzeiten: nach Vereinbarung, Anmeldung per Email (s.u.)

Telefon: 0251 - 39 29 04-96 (Büro Standort Kreuzviertel)
Fax: 0251 - 39 29 04-99
E-Mail: