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Unsere Schule ist ein Berufskolleg. Sowohl in vollzeitschulischen als auch in teilzeitschulischen Bildungsgängen bereiten sich Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen des Berufslebens oder eines Studiums vor.

Aus  Anne Franks  literarischem Zeugnis  haben wir Leitlinien entwickelt, die das Schulleben an unserem Berufskolleg  aus ihrer Werthaltung heraus  prägen, tragen  und  lebendig machen.

 

 

Akzeptanz und Gemeinschaft

„Wie gern würde ich  einmal ermutigt werden von jemandem, der mich mag.“ Anne Frank, 07.11.1942

 

Wir wollen, dass unsere Schule ein Ort ist, den jeder gerne betritt, weil er sich erwünscht und zugehörig fühlen darf. Denn Jugendliche brauchen eine Gemeinschaft, in der sie sich geborgen fühlen. Lehrer  und Lehrerinnen dieser Schule haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Gemeinschaft zu fördern und zu gestalten.

Im Vordergrund steht  dabei die Förderung von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung, von Respekt und Vertrauen zwischen Schülern, Lehrern und Eltern und Ausbildern. Die Mitglieder unserer Schulgemeinschaft haben nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte, vor allem das Recht, von jedem respektvoll behandelt zu werden.

Nur durch die konstruktive Auseinandersetzung mit der Sichtweise unserer Mitmenschen kann das Miteinander wachsen. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen im Schulalltag, dass auch Minderheitenmeinungen richtig sein können  und zu achten sind. Dies gilt nicht nur in gesellschaftlichen Fächern und kontroversen Diskussionen während des Unterrichts, sondern in allen Lebens- und Lernbereichen unserer Schule. Durch dieses Bewusstsein entsteht ein Klima des gegenseitigen Respekts und der kritischen Auseinandersetzung mit Meinungen anderer, in dem auch Konflikte offen angesprochen und gewaltfrei gelöst werden können. Sowohl für Lehrer als auch für Schüler sollte es kein Zeichen von Schwäche, sondern von Geradlinigkeit und Ehrlichkeit sein, Fehler einzugestehen und sich ggf. zu entschuldigen.

Unsere Schule hat ein gut geschultes Beratungslehrerteam und eine Sozialarbeiterin, die Schülern und Schülerinnen helfen das Leben in persönlichen und schulischen Krisen und in Konflikten mit Anderen zu bewältigen.

 


Selbstfindung und Authentizität

„Lasst mich ich selbst sein, dann bin ich zufrieden." Anne Frank, 11.04.1944

 

In unserer Schule kommen täglich junge Menschen zusammen. Sie unterscheiden sich in ihrem Alter, in ihrer Muttersprache und kulturellen Prägung, in ihrer Religion, in ihrer sozialen Herkunft, in ihren schulischen und beruflichen Werdegängen. Das Klima an unserer Schule soll den Einzelnen ermutigen sich  seiner Wurzeln und seiner einzigartigen Lebensgeschichte bewusst zu werden und  diese zu bejahen. Die Eigenart jeder Schülerin und jedes Schülers wird wertgeschätzt und entfaltet sich in vielen individuellen Förderprogrammen und sozialen Projekten.

So stellt die  Vielfalt der Individuen  für die Schulgemeinschaft eine   kostbare  Bereicherung dar und verleiht ihr ihre unverwechselbare Prägung.

 

 

Vielfalt und Toleranz

„Wir leben alle mit dem Ziel glücklich zu werden, wir leben alle verschieden und doch gleich." Anne Frank, 06.07.1944

 

An unserer Schule mit Schülern und Schülerinnen aus mehr als 20 Nationen bestimmt vor allem auch die Wertschätzung kultureller Vielfalt den Umgang miteinander.  In einer Welt, in der jeder mit jedem „vernetzt“ sein kann, ist es von enormer Bedeutung, dass Jugendliche in direkten Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen kommen. Unsere Schule pflegt z. B.  Kontakte und Schulpartnerschaften in Ländern wie Polen, den Niederlanden, Ungarn,  der Slowakei, Norwegen und Großbritannien.

Nur indem sich Menschen begegnen, kennen- und sich mit ihren kulturell geprägten Eigenarten tolerieren lernen, können Wertschätzung und Vertrauen entstehen.

 

 

Gerechtigkeit und Verantwortung

Auch wenn ich erst 14 bin, weiß ich doch sehr gut, was ich will, ich weiß, wer Recht und Unrecht hat, ich habe meine Meinung, meine Auffassungen und meine Prinzipien.“ Anne Frank, 17.03.1944

 

In unserer pluralen Gesellschaft ist es nicht mehr möglich, sich kritiklos an eindeutigen Werten zu orientieren und dadurch in  die Gemeinschaft zu integrieren.

Die reflexive Auseinandersetzung mit Moral und Werten in der Schule ist  notwendig, um einem gefährlichen Mitläufertum  entgegenzuwirken. Die individuellen Neigungen, Wünsche und Denkweisen junger Menschen sollen dabei nicht eingeschränkt und in ein vorgegebenes Korsett gezwängt werden. An unserer Schule haben die Lernenden die Möglichkeit, ihre Gedanken frei zu äußern, auch wenn es manchmal unbequem für die Gesprächspartner sein mag.

Wir wollen gemeinsam unsere Zukunft gestalten, indem wir uns für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit nicht nur an unserer Schule einsetzen.

Es wird jedoch nicht nur das Bewusstsein für soziale Verantwortung  geschärft, sondern auch die Verantwortung für die Schöpfung. Nachhaltiges Verhalten wird z. B.  in den Klassenräumen durch Müllvermeidung und Mülltrennung oder während des Praxisunterrichts durch den konsequenten Einsatz umweltverträglicher Pflege- und Reinigungsmittel eingeübt. Die Notwendigkeit  der Produktion  erneuerbarer Energien wird durch eine schuleigene Fotovoltaikanlage demonstriert.

 

 

Zuversicht  und Zielstrebigkeit

„Es ist ein Wunder, dass ich all meine Hoffnungen noch nicht aufgegeben habe.“ Anne  Frank, 15.07.1944

 

Guter Unterricht muss mehr sein als die Entwicklung standardisierter Kompetenzen, die auf einem primär an Leistung orientierten Arbeitsmarkt verwertbar sind. Zu einem umfassenden Verständnis von Bildung gehört es, dass die Schule Raum für das Nachdenken über letzte Fragen gibt, über Ziel und Zweck unseres Handelns. Religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit zu fördern, Mut zu machen sich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Gleichgültigkeit einzusetzen und somit Hoffnungsträger für eine menschlich gestaltete Gesellschaft zu sein, ist Auftrag unserer Schule.

Hierbei gilt es auch deutlich zu machen, dass Erfahrungen des Versagens und Scheiterns existentieller Bestandteil des Lebens sind und nicht dazu führen dürfen zu resignieren. Wir müssen unseren Schülern und Schülerinnen helfen, Frustrationen zu ertragen, sie darin unterstützen ihre Ziele zu überprüfen und sie dabei begleiten, diese beharrlich und mutig zu verfolgen.

 

 

Handlungsfähigkeit und Engagement

„Ich werde nicht unbedeutend bleiben. Ich werde in der Welt und für die Menschen arbeiten."

Anne Frank, 11.04.1944

 

Die Berufsfelder, in denen unsere Schule junge Menschen ausbildet, erfordern neben sozialer Kompetenz auch ein hohes Maß an Kreativität und bieten ihnen die Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen. Im dualen System können die Auszubildenden z. B. in Existenzgründungsseminaren  stereotype Denkmuster überwinden, Mut zu Visionen entfalten und berufliche Zielperspektiven entwickeln.  Weiterhin ist es  nötig, in einem geschützten schulischen Rahmen eine angstfreie Atmosphäre zu schaffen, in der Schülerinnen und Schüler experimentieren, ihre Fähigkeiten entdecken und ausprobieren und ihr persönliches Potential entfalten können.

Wenn die eigenen Stärken entfaltet und anerkannt werden, kann sich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Dann werden auch eher die  Stärken und individuellen Fähigkeiten des Anderen nicht als Konkurrenz, sondern als Chance empfunden, im gemeinsamen Arbeitsprozess die eigene Begrenztheit zu kompensieren und zu überwinden. Teamfähigkeit wird durch das Einüben von Primärtugenden wie  z. B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft gefördert. Sie  manifestiert sich vor allem jedoch auch in der Bereitschaft, die eigenen Wünsche, Fähigkeiten und Ziele in das Gesamtkonzept der Gemeinschaft zu integrieren und so die Voraussetzung für eine erfolgreiche gemeinsame Arbeit zu schaffen.

Stand: Juni2010


Verfasser: HMD, HAM, HOL, GRO, TEN, WIL

   

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